3. Der Weg zu Bloomoon

2019 gründete ich mein erstes eigenes Unternehmen.

Ich mietete ein kleines Büro in Duisburg-Hochfeld und begleitete unter anderem Menschen aus Bulgarien, Rumänien und verschiedenen Ländern außerhalb der Europäischen Union.

In dieser Zeit lernte ich eine Lektion, die meine heutige Arbeit entscheidend geprägt hat:

Ich stellte damals fest, dass manche Menschen Unterstützung nicht als vorübergehende Hilfe nutzten, um wieder selbstständig ihren Weg zu gehen, sondern sich dauerhaft in bestehenden Hilfesystemen einrichteten. Für mich wurde deshalb immer wichtiger: Begleitung kann nur dann etwas bewirken, wenn ein Mensch bereit ist, Verantwortung für seinen eigenen Weg zu übernehmen und seine Ziele aktiv zu verfolgen.

Auch Fehler gehören zum Weg

Manche Klienten wollten tatsächlich etwas verändern und suchten nach Möglichkeiten, ihre Ziele zu erreichen.

Andere erwarteten viel Unterstützung, waren jedoch kaum bereit, selbst Verantwortung für die notwendigen Schritte zu übernehmen.

Ich machte damals ebenfalls Fehler.

Ich setzte zu wenig Grenzen – persönlich wie wirtschaftlich – und unterschied nicht konsequent genug zwischen Unterstützung und der Übernahme von Verantwortung, die eigentlich beim Klienten lag.

Dadurch verlor ich zeitweise selbst den Blick für mein ursprüngliches Ziel.

Auch diesen Teil meiner Geschichte möchte ich nicht verschweigen.

Eine Biografie, die ausschließlich aus Erfolgen besteht, ist entweder unvollständig oder ein ziemlich guter Werbeprospekt. Das wirkliche Leben funktioniert anders.

Ich habe Fehler gemacht.

Aber ich habe daraus gelernt.

Mit der Zeit entwickelte ich dafür ein etwas landwirtschaftliches Bild:

Den Mist, der im Leben entsteht, sollte man nicht einfach liegen lassen. Man kann ihn auf den Acker bringen – und vielleicht wachsen daraus später die dicksten Kartoffeln.

Fehler sind für mich deshalb nicht automatisch Niederlagen.

Sie werden wertvoll, wenn wir bereit sind, sie anzuschauen, Verantwortung dafür zu übernehmen und daraus unseren nächsten Schritt zu entwickeln.

Und es gab in dieser Zeit viele Menschen, die ihre Chancen nutzten, Ziele entwickelten und ihre Wege schließlich selbstständig weitergingen.

Genau das macht mich bis heute glücklich:

Nicht wenn ein Mensch dauerhaft meine Unterstützung braucht, sondern wenn er sie irgendwann nicht mehr braucht.

Dann hat Begleitung ihr Ziel erreicht.

(Bild von 2021)

Zurück in die Wirtschaft

Mit der Corona-Pandemie veränderten sich viele Rahmenbedingungen.

2022 entschied ich deshalb, einen neuen Weg einzuschlagen und wechselte wieder stärker in die Wirtschaft.

Zunächst arbeitete ich als Inside Sales Specialist bei der Marketingagentur Dimarcon.

2023 wechselte ich zum kanadischen Unternehmen Orkestra und übernahm als Team Leader Verantwortung im Bereich Inside Sales.

Damit rückte ich gleichzeitig wieder näher an die Welt von Logistik und Spedition heran.

Einer der schönsten Aspekte dieser Zeit war für mich die Zusammenarbeit mit einem jungen Kollegen aus der Ukraine.

Ich durfte ihm vieles von meinem Handwerkszeug im Vertrieb vermitteln und ihn ein Stück auf seinem beruflichen Weg begleiten.

Heute arbeitet er erfolgreich als Sales Development Representative in einem tschechischen Unternehmen.

Solche Entwicklungen bedeuten mir persönlich mehr als jede Verkaufsstatistik.

Meine letzte berufliche Station vor Bloomoon führte mich als Business Development Manager zu GxP-CC.

Auch auf diese Jahre blicke ich mit Dankbarkeit zurück.

Ich durfte Verantwortung übernehmen, wirtschaftliche Zusammenhänge vertiefen und Erfahrungen sammeln, die mir heute zugutekommen.

Doch irgendwann wurde mir etwas deutlich:

Gutes Geld und eine verantwortungsvolle Position allein reichen mir nicht.

Bratislava

(Foto: Bratislava mit Blick auf der Burg „Bratislavský hrad.“(Pressburger Burg))

Im Dezember 2025 begann ich deshalb intensiv darüber nachzudenken, wie mein weiterer Weg aussehen sollte.

Ich zog mich für einige Wochen nach Bratislava zurück.

Wenn ich merke, dass etwas in meinem Leben nicht mehr stimmig ist, brauche ich Ruhe und Abstand, um meine Gedanken zu sortieren.

Noch wusste ich nicht genau, wohin die Reise gehen würde.

Dann endete mein damaliges Arbeitsverhältnis.

Und plötzlich wurde aus einer Frage eine Entscheidung.

Bloomoon

Sehr schnell wurde mir klar, was ich wirklich und nur noch tun möchte:

Ich möchte Menschen dabei begleiten, ihren eigenen Weg zu finden, ihre Ziele zu erkennen und diese Schritt für Schritt zu verwirklichen.

Für mich bildet die Summe unserer Ziele etwas Größeres:

eine Lebensvision.

Damit meine ich keinen perfekten Plan für die nächsten zwanzig Jahre.

Eine Lebensvision ist für mich eine Vorstellung davon, wohin das eigene Leben führen soll, was einem wichtig ist und wofür man morgens aufsteht.

Wenn Sie meine Geschichte bis hierher verfolgt haben, erkennen Sie vielleicht selbst den roten Faden:

Menschen haben mich begleitet – und ich durfte Menschen begleiten.

Ich kenne persönliche Krisen und Neuanfänge.

Ich kenne soziale Arbeit.

Ich kenne Unternehmensführung, Vertrieb und wirtschaftliche Realität.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Lebensentwurf nicht funktioniert, ein Weg endet und etwas Neues beginnen muss.

All diese Erfahrungen haben mich geprägt.

Doch am Anfang eines neuen Weges steht für mich häufig noch etwas anderes.

Etwas, das sich schwer in Zahlen, Zeugnissen oder Lebensläufen ausdrücken lässt.

Ein tiefes, warmes und für mich auch spirituelles Gefühl:

Ja. Das ist richtig. Geh diesen Weg.

Dieses Gefühl kenne ich aus wichtigen Momenten meines Lebens.

Und nun ist es wieder da.

Am 1. Oktober 2026 beginnt deshalb mein neuer Weg mit Bloomoon.

Ich freue mich auf die Menschen, die mir ihr Vertrauen schenken.

Auf ihre Geschichten, ihre Vorstellungen und ihre Ziele – und darauf, gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welcher Weg zu ihnen passt.

Denn am Ende geht es nicht darum, dass jemand Ihnen sagt, welchen Weg Sie gehen sollen.

Es geht darum, dass Sie Ihren eigenen Weg erkennen.

Und ihn selbst gehen.

Bloomoon möchte Sie dabei ein Stück begleiten,
und immer mit dem Ziel, dass Sie diese Begleitung nicht mehr brauchen.

Und nicht zuletzt: ein Dankeschön..

Auch ich habe während der Gründungsvorbereitungen Begleitung und Unterstützung gebraucht. Deshalb möchte ich mich bei allen bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben: bei Herrn Göllner, Wirtschaftsberater der Naujoks und Marschner GmbH in Berlin, bei der Agentur für Arbeit, bei meinem Freund Damiano, bei den Menschen, die lieber ungenannt bleiben möchten, und bei vielen weiteren Wegbegleitern.

Ich habe Begleitung gebraucht – und ich werde sie auch in Zukunft immer wieder brauchen. Denn darin unterscheiden Bloomoon und ich uns nicht von den Menschen und Unternehmen, die zu uns kommen: Niemand muss jeden Weg allein gehen.

Mehr über mich erfahren Sie hier ->